Arbeitgeberzuschüsse

Qualifizierte Mitarbeitende sind der wichtigste Erfolgsfaktor.
Deshalb sind Arbeitgebende immer mehr bereit, Qualifizierungskosten ihre Mitarbeitende zu übernehmen, auch wenn die Weiterbildung in der Freizeit erfolgt.
Steuerliche Bestimmungen dazu: Leistungen des Arbeitgebenden für die betriebliche Fort- und Weiterbildung seiner Arbeitnehmenden führen nicht zur Lohnbesteuerung, wenn die Bildungsmaßnahmen im überwiegend betrieblichen Interesse des Arbeitgebenden durchgeführt werden (Abschnitt 74 LStR), z. B. wenn die Einsatzfähigkeit des Arbeitnehmenden im Betrieb durch die Bildungsmaßnahme erhöht werden soll. Die Lohnsteuerrichtlinien (Abschnitt 74 Abs. 2) sehen diese Voraussetzung als erfüllt, wenn der Arbeitgebende die Teilnahme an der Bildungsveranstaltung als Arbeitsleistung wertet und – falls die Teilnahme nicht in der Arbeitszeit erfolgt – wenigstens teilweise auf die regelmäßige Arbeitszeit anrechnet.
Bei Fort- und Weiterbildungsleistungen, für die kein Freizeitausgleich gewährt wird, muss das überwiegende betriebliche Interesse anhand anderer Kriterien dargetan werden. Gelingt dieser Nachweis nicht, gehört der Wert der vom Arbeitgebenden erbrachten Fort- und Weiterbildungsleistung zum Arbeitslohn. Der Arbeitnehmende kann den Wert im Rahmen des § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG als Werbungskosten oder im Rahmen des § 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG als Sonderausgaben geltend machen. Die Sozialversicherungspflicht allerdings bleibt.
Fragen Sie einfach bei Ihrem Arbeitgebenden nach!